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„Unser Korrespondent Bonsai ut Grierde aus der Landeshauptstadt“ foto:abs

 

 

 

 

Das Dutzend ist voll

12. Müll-Sammel-Aktion der Perspektiven für Oedt unter dem Motto „Oedt räumt auf“ ein voller Erfolg
Erstmals an der Niers im Einsatz die NABU-Jugend / Trotz Glasverbot zu Karneval rund 200 kleine und größere Glasflaschen an der Johannes-Girmessstraße gefunden
Rund 20 Säcke Abfall waren nach gut zwei Stunden von vier Trupps mit 20 Personen zusammen getragen worden
Herausragend: Ein kompletter Satz Reifen an der Einfahrt nach Oedt in Höhe der Tönisvorster Straße

Von Manfred Baum

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Müll foto:abs

Oedt. Das Dutzend ist voll. Gemeint ist die beispielhafte Müll-Sammel-Aktion der „Perspektiven für Oedt“, die am vergangenen Samstag, dem Tag vor dem Frühlingsanfang erneut ein voller Erfolg wurde. Im Frühjahr 2011 begann die Aktion „Oedt räumt auf.“ Im ersten Jahr war man dreimal unterwegs. Fortan zweimal jährlich. Man mag sich kaum vorstellen, wie viel Müll in Oedt noch liegen würde, würde es diese herausragende Bürgeraktion nicht geben. Am Samstag gab es bei der ersten diesjährigen Aktion noch eine Premiere, denn erstmals war an der Niers die NABU-Jugend mit Rolf Brandt im Einsatz. Es ist 9.45 Uhr Samstagmorgen. Der Platz am Gänsebrunnen ähnelt schnell einem Platz, an dem sich die „Warenjackenmenschen“ treffen. Allesamt ausgerüstet mal mit Besen, mal mit Picker, mal mit Eimer, mal mit Schaufeln. Cheforganisator Georg Fasselt teilt die Gruppen ein, die verschiedene Abschnitte begehen. Er freut sich, dass fast zwei Dutzend Ehrenamtler gekommen sind um Oedt „noch sauberer“ zu machen. Immer wieder sieht man bekannte Gesichter, die seit Jahren sich nicht zu schade sind den „Dreck der Anderen“ weg zu machen. Die erste Einschätzung von Georg Fasselt: „Heute werden wir wohl nicht ganz so viel Abfall finden“, wird schon bald Makulatur sein. Genau das Gegenteil trat ein, denn: Es war ja der Nelkensamstagszug in Oedt. Dort hat es zwar durch ein Entsorgungsunternehmen aus Viersen eine Reinigung nach dem Zug gegeben. Offensichtlich war dies jedoch mehr eine „Reinigung der Straße“, denn was die Sammler am Samstag alles fanden im Straßenbegleitgrün, in den Straßenrinnen, auf den Bürgersteigen, das war schon ein kleiner Müllberg. Am Ende war man froh, dass Manfred Wolfers Senior mit seinem großen Anhänger mit im Einsatz war, denn der war gut gefüllt mit rund 20 Säcken Abfall und der Krönung, gefunden an der Ortseinfahrt Tönisvorster Straße „ ein kompletter Satz Autoreifen.“ Hörte man nach dem Nelkensamstagszug, dass das Glasverbot eingehalten worden sei, so kann dies nur für den inneren Bereich rund um den Gänsebrunnen gelten, denn die Glas-und vor allen Dingen Flaschenfunde (groß und Klein) vor allen Dingen an der Johannes-Girmessstraße sprachen eine völlig andere Sprache. Dort hatten sich offensichtlich die Zugteilnehmer, die von Mülhausen nach Oedt zogen am Karnevalssamstag all ihrer mitgeführten Flaschen kurzerhand entledigt, in dem man sie einfach wegwarf. So kamen rund 200 kleine und große Flaschen zusammen, die teilweise sich richtig festgesetzt hatten im Erdreich. Offensichtlich hat es eine Reinigung des Straßenbegleitgrün durch die Gemeinde Grefrath nach dem Karnevalszug nicht mehr gegeben. Georg Fasselt stellte kurz und knapp fest: „Nicht alles schafft eine Kehrmaschine.“ Es ist in der Gemeinde Grefrath seit Jahrzehnten eine Bürger- (Hauseigentümer) Pflicht die Straße zu kehren. Doch längst nicht alle halten sich daran. Darum, so Georg Fasselt „Ruhig mal beim Ordnungsamt anrufen, das wirkt ab und an wie ein Wunder.“ So waren die Rinnen richtig dreckig vor zwei Häusern, die derzeit seit geraumer Zeit nicht mehr genutzt werden: Das war einmal vor dem ehemaligen Drogeriemarkt am Gänsebrunnen und vor der seit Monaten nicht betriebenen Traditionsgaststätte „Altes Brauhaus.“ Da sind die Eigentümer gefragt, wie auch vor der Hausbausteller neben der Volksbank, wo man viel Müll fand. Der Parkplatz gegenüber der Vituskirche /Eingang Friedhof ist wohl auch lange nicht mehr von der Gemeinde Grefrath gesäubert worden.
Getränkebecker, Zeitungspakete in Hecken., Bonbons, Papier, Zigarettenschachteln, Herzen aus Glas. Die Liste des Mülls schien endlos zu sein. Stehen gelassen haben die „Anpacker“, darunter auch Flüchtlinge, oder der erste Vorsitzend des Oedter Heimatverein Karl A. Willmen, an der Johannes- Girmessstraße einen stattlichen Ohrensessel. Reste von Feuerwerkskörpern, Feuerzeuge, Gummihandschuhe, Pommes in Tüten. Auch die Nachwuchsgruppe des NABU brauchte sich über Müll an der Niers nicht zu beklagen. Selbst in der neu gestalteten Anlage vor dem Haupteingang der Vituskirche und auch hinter der Vituskirche gab es genug Müll aufzusammeln, wie auch am Gebäude der früheren Firma Girmes. Die Bilanz am frühen Mittag an der Grillhütte am Parkplatz für Wohnmobile an der Mühlengasse war ernüchternd, denn mit diesem Müllaufkommen hatte man nicht gerechnet, denn inzwischen wird vielfach Müll eingesammelt, wie Georg Fasselt festgestellt hat.

Info
Die „Perspektiven für Oedt“ sind bereits mehrfach mit Bürgerpreisen (Kreis und Gemeinde) ausgezeichnet worden. Sie sind eine Gruppe von Idealisten und Ehrenamtler, die sich zum Ziel gesetzt haben die Lebens-und Wohnqualität in Oedt zu verbessern. Dies geschieht auf verschiedenen Gebieten. Die zentrale Anlaufstelle ist der Oedter Treff auf der Hochstraße. Ideengeber zur Gründung der Perspektiven für Oedt war unter anderem das Evangelische Altenzentrum Oedt, welches sich als Nachbarschaftszentrum selbst sieht, denn Oedt hat seinen klassischen Ortskern-Mittelpunkt verloren.

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Oedt (mab). Seit einigen Jahren gibt es hinter der evangelischen Kirche am Bergweg in Oedt eine Boule-Bahn, wo die „Niers-Bouler“ Zuhause sind. Es ist eine Interessengemeinschaft für das Boule Spiel, die alle Interessierten zum Spiel einlädt. Jeder kann mitmachen, ohne jegliche Verpflichtung. Die Niers-Bouler freuen sich über jeden Interessenten, der zur Bahn kommt hinter der Versöhnungskirche. Jeden Mittwoch wird ab 15 Uhr das Boule Spiel betrieben. Weiter an jedem ersten Donnerstag im Monat ab 15 Uhr. Dazu noch, jetzt ganz neu, auch am Donnerstag ab 18 Uhr. Informationen gibt es für den Mittwoch bei H.G. Werner unter der Rufnummer 02158/ 1571, oder B. Hinse unter der Rufnummer 02158/ 5515 und für den Donnerstag um 18 Uhr bei J. Breiderhoff unter der Rufnummer 02158/2810.

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Oedt (mab). Der Heimatverein Oedt lädt für den 16. April zur Vogelfrühwanderung mit der Biologin Stefanie Pleines ein. Die Abfahrt erfolgt um 5.30 Uhr ab dem Parkplatz, am schwarzen Graben (Schule). Bis zum 30. März muss die Anmeldung erfolgen beim zweiten Vorsitzenden Heinz Panzer unter der Rufnummer 02158/5273. Nach der Wanderung findet ein gemeinsames Frühstück in Tonis Bauerncafe statt.

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Oedt (mab). Am gestrigen Sonntag gab es zum Frühlingsanfang die Biergarteneröffung an der Albert-Mooren-Halle mit Frühstück und Brunch. Am 16. April gibt es den Nachholtermin für das Konzert „ Udo Jürgens „ Tribute Show.“

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Oedt (mab). Fast 40 Jahre alt ist die Albert-Mooren-Halle, doch eine Einrichtung der Halle wurde fast nie genutzt. Das ist jetzt anders: Es ist die Bar im Keller der Halle, die jetzt volkkommen neu möbliert wurde und die am Samstag auch genutzt wurde nach der Jahreshauptversammlung der Gesamtwehr der Gemeinde Grefrath zur „After-JHV-Party.“ Rund 100 Personen finden Platz in der Bar, die auch vermietet wird.

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Schmalbroich / Kempen (mab). Im Reiterstübchen des RFV Schmalbroich-Kempen traf sich am gestrigen Sonntag der Heimatverein Schmalbroich um über einen möglichen historischen Festzug im Herbst anlässlich des 25 jährigen Bestehens des Heimatverein zu beraten.

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Oedt (mab). An der Villa Girmes in Oedt wurde jetzt mit der Erweiterung des Parkplatzes begonnen, der zudem eingezäunt wurde.

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Gemeinde Grefrath (mab). In der jüngsten Ratssitzung wunderte sich Andreas Sonntag (Bündnisgrüne) im Rahmen einer Anfrage, dass, wenn auch Anliegerkosten für die Erhebung der Beiträge bei Wirtschaftswegen festgelegt werden, die Landwirte, die den Rat-Fraktionen angehören, mit abstimmen dürfen. Sonntag hält sie für befangen.

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Gemeinde Grefrath (mab). In das umgebaute Anwesen (mit Haus) der ehemaligen Elektro-Firma Jacobs (davor Autohaus Toyota Schepp) an der Johannes-Girmessstraße in Oedt (Umbau durch den neuen Eigentümer Firma Hamelmann) sind jetzt die ersten Flüchtlinge eingezogen.

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Oedt (mab). Am kommenden Ostersonntag gibt es im Oedter Altenzentrum

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Kapelle im Altenheim foto:abs

um 10.30 Uhr einen österlichen Frühschoppen im Italienischen Markt und am gleichen Tag um 15.30 Uhr einen ökumenischen Ostergottesdienst.

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Grefrath (mab). Die Seniorenstube der evangelischen Kirchengemeinde im Gemeindezentrum in Grefrath ist am kommenden Mittwoch (23.3.) geöffnet von 15-17 Uhr.

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Grefrath (mab). Der Frauengesprächskreis der evangelischen Kirchengemeinde Grefrath trifft sich am 28.März um 18 Uhr in der Grefrather Friedenskirche.

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Bauboom in Alt-Grefrath

Wer durch Grefrath geht oder fährt, der sieht, dass viele Baulücken geschlossen werden
Wenn, wie die SPD prophezeit, in den kommenden 24 Monaten auch noch die Baulücken zwischen der Nord-und Neustraße, sowie der
Dunkerhof-und Bahnstraße geschlossen werden, dann gibt es innerörtlich fast kein Baugrundstück mehr

Von Manfred Baum

Bauboom
Gebaut foto;mab

Gemeinde Grefrath. In Alt-Grefrath gibt es einen Bauboom. Bis Ende des Jahres, bzw. Anfang 2017 können drei derzeit laufende Baumaßnahmen abgeschlossen werden, die den Ortskern weiter verdichten. Das ist das Mehrfamilienhaus (Eigentumswohnungen) an der Lobbericher Straße, auf dem ehemaligen Gelände der Firma P.H.Schmitz, bzw. der Tankstelle. Der Rohbau steht. Was eigentlich überrascht, dass er so nah an den Bürgersteig heran gebaut wurde. Schon jetzt kann festgestellt werden, dass dieser Neubau ortsbildprägenden Charakter haben wird. Daneben soll übrigens ein weiteres Mehrfamilienhaus (Mietwohnungen) entstehen. Auf dem Gelände der ehemaligen Plüschweberei wird derzeit an der Ecke Nord-und Vinkrather Straße die allerletzte Baulücke geschlossen. Dieses Teilstück, auf dem einst, unter anderem die Betriebskrankenkasse der Grevelour Zuhause war, entstehen derzeit Reihenhäuser. Damit ist das ehemalige Grevelourgelände komplett bebaut, weil auch an der Ecke Nordstraße / An der Plüschweberei die letzte Baulücke geschlossen worden ist. Wenn man sich die Bebauung anschaut, so muss festgestellt werden, dass sie nicht in allen Teilen unbedingt gelungen ist. Auf diesem Gelände steht auch der Neubau (vor dem REWE-Markt) des ehemaligen Sonnenstudios. Dort wurden am Donnerstag die letzten Gerätschaften des Sonnenstudios ausgeräumt und abtransportiert. Doch noch immer ist unklar, was der Eigentümer mit diesem Gebäude plant, in dem einst Frank Kroppen ein Café angedacht hatte. Auf der großen Wiese am Ende der Stichstraße „Am Haspel“ hat die Familie Verlinden mit dem Neubau eines Sechsfamilien-Mietshauses begonnen. Dort entstehen zwei Wohnungen mit rund 58 Quadratmeter und vier Wohnungen mit 90 bis rund 100 Quadratmeter in Südlage. Die Fertigstellung soll Anfang 2017 sein. Wenn es jetzt so kommt, wie die SPD es vor Wochenfrist im Treff der Perspektiven für Oedt bei einem Bürgergespräch andeutete, dass innerhalb der kommenden 24 Monate Baurecht geschaffen wird auf dem ehemaligen Gelände der Abteilung II der Grevelour zwischen der Nord-und Neustraße (liegt seit rund 20 Jahren ungenutzt dort) und dem Gelände zwischen der Bahn-und Dunkerhofstraße ( dort stand früher ein großes Denkmal, an der Dunkerhofstraße – heute Kinderspielplatz), dann ist innerörtlich Alt-Grefrath komplett bebaut. Es gibt, wenn man die Hinsbecker Straße noch zum innerörtlichen Bereich zählt, direkt hinter dem alten Krankenhaus (heute Haus Grefrath) zum westlichen Baugebiet hin, noch eine große Baulücke, ein Feld, welches landwirtschaftlich genutzt wird. Diese Fläche ist im Besitz der Katholischen Kirchengemeinde St. Benedikt. Ansonsten müsste sich die Gemeinde Grefrath auf Sicht um die Ausweisung weiterer Baugebiete kümmern. Das gilt auch insbesondere für Oedt, wo es in den letzten Jahren kaum eine größere Baumaßnahme gab, oder ein neues Baugebiet ausgewiesen wurde, wie jüngst auch Vizebürgermeister Roland Angenvoort (SPD) anmahnte, der gleichzeitig darauf verwies, dass man auch an den Erhalte der Zweigstelle Oedt der Gemeinschaftsgrundschule Grefrath denken müsse. Allen Beteiligten (Rat und Verwaltung) ist klar, dass der Mietwohnungsbau vorangetrieben werden muss, will man nicht noch mehr Einwohner verlieren. In Mülhausen, im Neubaugebiet „Klostergarten“, dass die Volksbank Kempen-Grefrath vermarktet hatte, sind, so war am Donnerstag auf der Vertreterversammlung der Volksbank Kempen-Grefrath zu erfahren, 30 von 33 Grundstücken verkauft.

Zum Bauboom mit größeren Baumaßnahmen in Alt-Grefrath gehört auch der Neubau eines Sechs-Familien-Mietshaus der Familie Verlinden auf einem Teilstück einer großen Wiese im Nordosten von Grefrath, an der kleinen Stichstraße „Am Haspel. „Der Neubau soll Anfang 2017 fertiggestellt sein.

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Plakat foto:abs

Ein Projekt, das auf Anhieb von den Flüchtlingen angenommen wurde:
Der neue Gemeinschafsgarten am Bruchweg

Das Grundstück stellte Vizebürgermeister Roland Angenvoort zur Verfügung

Die „Perspektiven für Oedt“ entwickelten das Projekt

 

Oedt. Es ist wahrlich kein Geheimnis: Die „Perspektiven für Oedt“ sind nicht nur mehrfach ausgezeichnet worden, sondern längst der „bürgerschaftliche Motor“ in Oedt. Ohne die „Perspektiven für Oedt“ wäre das 4500 –Seelen-Dorf ganz sicher nicht auf einem so guten Weg. Das jüngste Beispiel legte davon am sonnigen letzten Samstag davon Zeugnis ab. Es ist ein Gemeinschaftsgarten am Bruchweg, der ganz schnell zum „Garten der Begegnung“ wurde, was auch Bürgermeister Manfred Lommetz so sah, oder die neue Gleichstellungsbeauftragte Barbara Behrens, die mit Vierbeiner zum „ersten Spatenstich“ kam und sich viel Zeit nahm mit Bürgern und Flüchtlingen in Gespräch zu kommen. Da war es für Georg Fasselt, dem Sprecher der „Perspektiven für Oedt“ schon eine angenehme und leichte Aufgabe die „Gartensaison in Oedt“ für eröffnet zu erklären. Der neue Gemeinschaftsgarten wurde möglich, weil Vizebürgermister Roland Angenvoort ein ihm gehörendes Baugrundstück am Bruchweg für einige Jahre als „Gartennutzung“ zur Verfügung stellte. Das Grundstück wurde parzelliert. Und so entstanden kleine Grundstücke von vier und sechs Quadratmeter für die Flüchtlinge und Oedter Bürger. Die 18 kleinen Grundstücke sind zu zwei Drittel bereits in Hand der Flüchtlinge und Oedter Bürger. Zehn Grundstücke bewirtschaften die Flüchtlinge und zwei Oedter Bürger. Georg Fasselt: „Weir würden uns freuen, wenn noch weitere Oedter Bürger von den kleinen Grundstücken Gebrauch machen würden, um so auch auf ganz unkonventionelle Art und Weise Kontakt zu den Flüchtlingen zu bekommen.“ Wer ein kleines Grundstück haben möchte kann sich bei Georg Fasselt unter der Rufnummer: 0158/ 5263 melden. Roland Angenvoort selbst sieht eine „bemerkenswerte Wandlung“ seines Grundstückes von der „Hundekackwiese zum gemeinschaftlichen Gartengrundstück.“ Dort gibt es auch einen Wasseranschluss (Brunnen mit Pumpe). Angebaut werden können dort Tomaten, Gemüse, Gurken, Zwiebeln. Für Kartoffeln oder Stangenbohnen reicht der Platz nicht. Da die „Perspektiven für Oedt“ durch den vorbildlichen Einsatz der Quartiermanagerin Nicole Geitner aus dem Oedter Altenzentrum auch eine 600-Euro-Spende von der Stiftung „Anstiftung“ bekamen, konnten sie bereits Gartenwerkzeug angeschafft werden. Aber auch Saatgut und torffreie Erde. Das war auch so von der Stiftung vorgeschrieben worden.

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Gemeinschaftsgarten foto:abs

Die Bürger-Initiative „Grefrath hilft“ spendete eine kleines neues Gartenhaus, sodass auch die Unterstellmöglichkeit da war die Gartengeräte unterzustellen. Und dann wurde „kräftig in die Hände gespuckt“ von den Flüchtlingen, die mit großem Eifer bei der Sache, denn zunächst war umgraben angesagt. Mit „Kind und Kegel“ waren die Flüchtlinge zum neuen Gemeinschafsgarten gekommen, wo es einen Schluck Sekt ebenso gab, wie Kuchen oder ein gutes Köppken Kaffee. Derweil dachte Georg Fasselt schon weiter an ein mögliches Grillfest oder ein Erntedankfest. Und dann tauchte noch ein nicht alltäglicher Besucher mit Jakob Elsen auf. Der „eifrige Spendensammler für krebskranke Kinder“ aus Oedt, der schon fast 80 Jahre alt ist, kam mit einer großen Tasche und brachte den Flüchtlingen Arbeitsschuhe und Gummihandschuhe. Da wurde einmal mehr deutlich, dass in der Niersgemeinde die Hilfe für Bedürftige „fast grenzenlos“ ist und unabhängig vom Alter. Für Roland Angenvoort und seine Familie gab es den wohlverdienten Beifall. Bürgerschaftliches Engagement ist in der Gemeinde Grefrath längst zu einer wunderbaren Selbstverständlichkeit geworden.

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Gemeinde Grefrath . In den letzten Tagen und Wochen wurde viel über ein mögliches neues Kreisarchiv diskutiert. Auch die Besucher des Grefrather Hallenbades am Park taten dies noch am gestrigen Dienstagmorgen. Hier war der Tenor: „Wir wollen unser Freibad behalten.“ Die Bäder in der Sport-und Freizeitgemeinde Grefrath gehören übrigens den Grefrather Gemeindewerken. Es wurden Fragen gestellt an Bürgermeister Manfred Lommetz. Nachfolgend seine
Antworten:

1. Frage:
Hat mit Ihnen als Bürgermeister eine Partei/Fraktion über die Nutzung des Freibadgeländes offiziell gesprochen?

Förmliche Gespräche zwischen dem BM und einer Partei oder Fraktion über die Nutzung des Freibadgeländes hat es bislang nicht gegeben.
Da aber die Berichterstattungen in der Presse auch von uns zur Kenntnis genommen werden, findet selbstverständlich ein gewisser Gedankenaustausch statt.
Im Übrigen sind auch die einzelnen Parteien zwischen Kreis und Kommune miteinander vernetzt. Auch dort wird man miteinander sprechen.

2. Frage:
Wäre die Gemeinde Grefrath als Sport-und Freizeitgemeinde überhaupt willens das Freibad Dorenburg aufzugeben?

Ich kenne niemanden, der sich wünscht, dass unser Freibad aufgegeben wird.
Es ist aber nicht auszuschließen, dass sich in naher Zukunft (heute bis in
5 Jahren) Sachzwänge ergeben, die der Politik Entscheidungen über erhebliche Investitionen abverlangen, wenn z.B. die Wasseraufbereitungslage nicht mehr die gesetzlich geforderte Wasserqualität liefern kann.
Es ist zu befürchten, dass die finanzielle Situation keine Spielräume für weitere Investitionen mehr eröffnet und diese im Rahmen unseres Haushaltsicherungskonzeptes von der Kommunalaufsicht auch nicht genehmigt würden. Dann wären wir gezwungen, das Freibad zu schließen.

3. Frage:
Ist der Kreis Viersen vorstellig geworden?

Der Kreis ist bislang nicht bezüglich eines Neubaus des Kreisarchivs in Grefrath an uns herangetreten.
Dem Kreis ist allerdings unsere finanzielle Situation aus der Prüfung unseres Haushaltes und des Haushaltsicherungskonzeptes bekannt.
In entsprechenden Begleitverfügungen hat der Kreis als Aufsichtsbehörde angedeutet, in welchen Bereichen er sich ein Sparen vorstellen kann.
Wenn der Kreis in diesem Zusammenhang andenkt, uns ggf. Teile des Schwimmbadgeländes oder des Schwingbodenparkes abzukaufen, um dort das Kreisarchiv zu errichten, so ist dies sicherlich kein verwerflicher Gedanke.
Fatal wäre es jedenfalls, wenn in den nächsten Jahren das Freibad geschlossen werden würde und wir es verpasst hätten, das Kreisarchiv nach Grefrath zu holen, weil andere Kommunen zukunftsorientierter denken.

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Noch zwei kleine Anekdoten aus Grefrath vom vergangenen Dienstag

Aussichtsturm
Es war einmal ein Aussichtsturm foto: gk

Gemeinde Grefrath. Die Arbeiter des gemeindlichen Bauhofes, die im Schwingbodenpark tätig sein, haben ein kleines Fahrzeug im Einsatz, mit dem sie durch den Park fahren und das sie auch beladen können. Am gestrigen Dienstag waren gegen 11.20 Uhr zwei Arbeiter vor dem Hallenbad tätig. Ein Spaziergänger sah sie dort. Rund 15 Minuten später kam ein Arbeiter mit dem kleinen Fahrzeug Richtung Aussichtsturm gerast, dass einem „Angst und Bange“ wurde und eine Frau auf dem Fahrrad die „Flucht“ ergriff. Der Spaziergänger sprach den Bauhofmitarbeiter an, der jetzt im Laufstil zur Toilette unter dem Turm eilte und nur kurz und knapp meinte: „Ich muss mal, ich muss mal.“

Im Hallenbad am Park hatte es zuvor ein nicht alltägliches Ständchen von der dort anwesenden Reha-Gruppe, die dort Wassergymnastik betreibt, gegeben. Der Grund: Der leitende Schwimmmeister Jörg Tichelkamp vollendet gestern sein 50. Lebensjahr.

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lizzyliz / Pixabay

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Toller Rekord in der
Reparaturwerkstatt DRK-Heim in Oedt bei der zweiten Auflage
Der Aktion für die Fahrräder für Flüchtlinge

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Fahrräder foto:abs

Oedt (mab). Eckhard Klausmann, der „Motor und Organisator“ von „Grefrath hilft“ war am Freitag gegen 0.50 Uhr in der Nacht auf Samstag einfach nur happe, denn bis zu diesem Zeitpunkt hatten freiwillige Helfer rund sechs Stunden lang Fahrräder repariert und überprüft bei der zweiten Reparaturwerkstatt im Oedter DRK-Heim neben dem Oedter Rathaus. Satte 68 Fahrräder waren gestiftet worden. Neuer Rekord. Nicht nur Flüchtlinge waren zur Werkstatt gekommen, sondern auch Grefrather und Oedter.

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Karussell im Schwingbodenpark erneuert

Gemeinde Grefrath (mab). Einige Wochen war das Kinder-Karussell auf dem großen Kinderspielplatz im Schwingbodenpark abgebaut. Es wurde vom Bauhof der Gemeinde Grefrath überarbeitet und fast komplett erneuert. Jetzt dreht es sich wieder im Park und die Freude bei den Kindern war vor allen Dingen am Samstag riesengroß.

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Der Hammer

ClkerFreeVectorImages / Pixabay

Wieder Entlassungen bei Draftex geplant / 120 Entlassungen stehen in Rede
Kurzarbeit gibt es im Werk ebenso

Grefrath (mab). Der Autozulieferer Johnson Controls hat gerade seine Zelte abgebaut in der Niersgemeinde. Jetzt gibt es offensichtlich den nächsten Schlag für die Gemeinde. Nach Informationen aus gut unterrichteten Kreisen hat es am vergangenen Freitag Verhandlungen gegeben mit dem Betriebsrat über geplante rund 120 Entlassungen bei Draftex an der Bahnstraße. Für zahlreiche Mitarbeiter läuft seit geraumer Zeit auch schon die Kurzarbeit. Die Grefrather Industrielandschaft kommt einfach nicht zur Ruhe. Viel zu lange hat die Gemeinde Grefrath auf die Großindustrie gesetzt, die heute in der Sport-und Freizeitgemeinde praktisch am Boden liegt. Ebenso wurde die Ausweisung eines neuen Gewerbegebietes sträflich von früheren Gemeinderäten und der Verwaltung vernachlässigt. Die Quittung bekommt die Gemeinde Grefrath jetzt.

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Der langjährige SPD-Fraktionsvorsitzende im Rat der Gemeinde Grefrath
Werner Reckermann vollendet am heutigen Dienstag sein 80. Lebensjahr.

W.Reckermann

W.Reckermann
Reckermann foto:unb

W.ReckermannVinkrath. Mit Werner Reckermann kann am heutigen Dienstag (15.3.) in Vinkrath auf dem Friedhofsweg, wo er seit Jahrzehnten mit seiner Ehefrau Christel lebt, ein Urgestein der SPD die Vollendung seines 80. Lebensjahres feiern. Der langjährige SPD-Fraktionsvorsitzende und Schirmherr zahlreicher Kaninchenaustellungen im Boosch, Werner Reckermann hat seine Bodenhaftung nie verloren. In seinem Fokus haben stets die Bürger gestanden. Werner Reckermann war ein herausragender Kommunalpolitiker, der auch vom politischen Gegner anerkannt war. Reckermann hatte stets das „Ohr ganz nah beim Bürger.“ Er setzte sich beispielhaft für die Bürger ein und war ein Kommunalpolitiker, der stets wusste „wo der Schuh drückt.“ Seine große Sachkenntnis war immer wieder herausragend und bemerkenswert. Er hat immer auch den Plausch an der Theke geschätzt mit dem Bürger. Ihm war kein Weg zu weit, um sich für die Belange der Menschen einzusetzen, wie auch für das Wohl der Gemeinde Grefrath. Viel zu lange hat für ihn die Verwirklichung des Neubaugebietes „Bousch“ an der Mörtelsstraße in Vinkrath gedauert. Sein relativ großer Garten hat ihm ebenso immer am Herzen gelegen. Reckermann löste seinerzeit den langjährigen erfolgreichen Grefrather Kommunalpolitiker Franz Kordsmeyer im Amt des Fraktionsvorsitzenden ab. Mehrere Jahrzehnte gehörte Werner Reckermann dem Rat der Gemeinde Grefrath an. Werner Reckermann ist kein gebürtiger Vinkrather, doch längst ein „echter Bööscher“ geworden mit dem „Herz auf der Zunge.“

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Das gab es schon lange nicht mehr:
Zwei 4:1 Siege der Dorenburgbügler
Die erste Mannschaft hat wieder Aufstiegschancen in die erste Liga und die zweite Mannschaft hat sich in der vierten Liga ans Mittelfeld heran gearbeitet

Grefrath. Das vergangene Wochenende bescherte den beiden Mannschaft des Bügelclub Dorenburg gleich zweimal einen 4:1 Erfolg. Zwei Siege an einem Wochenende für den BCD: Das gab es schon lange nicht mehr. Vor allen Dingen die zweite Mannschaft hat in der vierten Klasse nach dem vierten Sieg in Folge wieder in die Spur zurück gefunden und ist fast sorgenfrei mit Blick auf den möglichen Abstieg.

michaljamro / Pixabay

Am vergangenen Wochenende wurde sogar der BC Belfeld, der Tabellenvierte besiegt Die Punkte holten Ralf Krzywda, Josef Scheuvens, Roland Hommes und Michael Kiss. Fast wäre ein 5:0 Sieg heraus gesprungen, denn Hannelore Ostermann verlor ihre Partie nur denkbar knapp mit 28:30. Am kommenden Freitag könnte in Kessel beim Tabellenvorletzten der fünfte Sieg in Folge herausspringen, dann wäre die Mannschaft endgültig im Mittelfeld angekommen. Mit 4:1 siegte auch die erste Mannschaft gegen Ell. Dadurch hat sie sich wieder auf den dritten Tabellenplatz vorarbeiten können mit direktem Kontakt zur Spitze. Ein Punkt fehlt nur zur neuerlichen Tabellenführung. Gegen Ell gewannen ihre Spiele Norbert Ostermann, Holger Scheuvens, sowie Vater und Sohn (Helmut und Ralf Beurskens aus Vinkrath). Bereits am heutigen Dienstag (15.3.) bestreitet die erste Mannschaft ihr nächstes wegweisendes Spiel beim Tabellennachbarn in Hoogeloon. Zu Ostern gibt es eine Spielpause. Es geht erst Anfang April weiter. Dann beginnt die Endphase der Meisterschaft 2015/2016. Die Saison endet für die Dorenburgbügler, wie immer in den letzten Jahrzehnten, im Mai, zu Pfingsten, wenn auf der Bahn im Freilichtmuseum Dorenburg die Internationalen und Nationalen Deutschen Meisterschaften ausgetragen werden.

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