Probleme mit den Kirmessen

Die Gemeinde Grefrath hat ein Problem mit den Kirmessen

Zuletzt gab es eine Mini-Kirmes, die den Namen Kirmes nicht verdient hatte
Als Josef-Martin Nelsen noch Marktmeister war gab es dieses Problem nicht

Grefrath. (mb)  Probleme kommen, Probleme gehen. Auch bei einer Kommunalverwaltung. Die Gemeinde Grefrath hat seit einiger Zeit ein massives Problem mit den Kirmessen in Alt-Grefrath. Die Kirmessen in Oedt sind längst Geschichte. Das Problem ist stets dann gravierend, so Ordnungsamtsleiter Norbert Franken im Haupt-und Finanzausschuss, wenn es „keine begleitenden Feste“ gibt. Gibt es ein Schützenfest in Grefrath, dann könne man auch „große Fahrgeschäfte“ an die Niers locken. Das ist in der Regel immer dann der Falle, wenn die Antoniusschützen und Matthiasschützen im August, zu St.Laurentius, aufziehen. In der Regel ist es alle drei Jahre (pro Bruderschaft) der Fall. Doch zuletzt fanden die Schlibecker Matthiasschützen keinen König. Somit gab es auch kein Schützenfest. Für die Frühkirmes im Mai ist es somit noch schwieriger, denn es gibt keine Werbegemeinschaft mehr, wie früher, die Cityfeste veranstaltete.

Ein glatter Reinfall waren die Marktschreier und auch die Trödelmärkte ziehen nicht mehr so, will meist nur Neuware verkauft wird. „Wir haben kein Geld für eine eigene Veranstaltung“, so Franken. Weiter meinte Norbert Franken: „ Wir sind bei den Schaustellern fast Bittsteller. Trotz Zusage kommen Schausteller nicht.“ Das war alles einmal anders, als Josef Martin Nelsen noch Marktleiter in Grefrath war. Er hatte nie Probleme mit der Zusammenstellung von Kirmessen in Grefrath. Die waren attraktiv, bis hin zum großen Riesenrad auf dem Deversdonk. Doch nicht nur Grefrath hat Probleme mit einer attraktiven Kirmes, sondern auch Hinsbeck, Breyell oder sogar Dülken. Bei einer Kirmes, so Franken weiter, entstehen der Gemeinde Personalkosten und an den Kosten des Toilettenwagens beteiligt sich die Gemeinde. Franken verwies letztlich darauf, dass die Standgelder seit 1999 nicht erhöht wurden. Er regte an eine Kirmes mit dem Herbstfest zusammen zu legen, dass Ende September stattfindet, ein Schützenfest stets im August. Auch die Politik hatte keine Lösungsansätze zur Hand, sodass die Kirmessen in Grefrath weiter „schweren Zeiten“ entgegen gehen. Dabei war die Kirmes einmal ein ganz großes Stück heimatliches Brauchtum und ist es immer noch in Kempen, in Viersen, in Lobberich oder Süchteln, aber auch in Brüggen.

Print Friendly, PDF & Email