Udo Jürgens hat auch in Grefrath „Spuren hinterlassen“

 (mb.)  Memorys an zwei Interviews und ein Konzert in Grefrath mit Udo Jürgens

90 Minuten warten im Foyer des Grefrather Hof auf ein Exklusiv-Interview.

Grefrath. Udo Jürgens ist tot. Man kann es kaum glauben und doch ist es wahr. Schon Konfuzius hat einst gesagt: „Wir verstehen das Leben nicht: Wie sollen wir denn das Wesen des Todes erfassen ?“ Udo Jürgens hat auch in der kleinsten Konzertstadt von Deutschland Spuren hiterlassen bei seinen zahlreichen Auftritten mit dem Orchester Pepe Lienhard im Grefrather Eissport&Eventpark. So waren seine Konzerte in Grefrath stets ausverkauft. Er war ein Magnet. Er hat auch in Grefrath die Menschen mit seiner Musik, mit seinen Liedern und mit seiner Art ein Konzert zu gestalten fasziniert. An drei Begebenheiten erinnere ich mich noch ganz genau. An ein Konzert in Grefrath, ein Interview im Grefrather Hof und eine Pressekonferenz im Hotel am Dom in Köln. Zu dieser Pressekonferenz hatte mich der auch in diesem Jahr verstorbene langjährige Geschäftsführer der Sport-und Freizeit gGmbH Joachim Bork entsandt. Das war Ende der 1980 er Jahre. Dick waren die Teppiche im Hotel über die wir gingen zum Raum der Pressekonferenz. Ich hatte meine Gattin mitgenommen und unseren kleinen Westhighland-Terrier. Der Raum war abgedunkelt, bis auf den Tisch und die Stühle an denen Udo Jürgens und sein Management saß. Die Pressekonferenz lief schon rund eine Stunde und Udo Jürgens hatte unter anderem mitgeteilt, dass er meist gegen Mittag erst im Cafe am Dom frühstücke und danach erst am Abend nach dem Konzert erst wieder etwas essen würde. Wir saßen ziemlich hinten ( der Grund: Am Nachmittag hatte ich noch ein Einzelinterview in einem Hotelzimmer). Auf dem Schoss meiner Frau saß unser kleiner Wuschel. Ein Mitarbeiter der Crew sah unseren Wuschel und fast militärisch kam die Aufforderung: „Was soll das denn, der Hund muss sofort raus.“
Das erste Interview mit Udo Jürgens gab es für mich Anfang der 1980 er Jahre im Grefrather Hof. Ausgemacht war 23.30 Uhr. Tatsächlich begann das Interview jedoch rund 90 Minuten später, sodass ich zwar voller neuer Eindrücke erstgegen zwei Uhr todmüde im Bett lag.
Unvergesslich auch ein Konzerterlebnis in der Grefrather Eissporthalle. Früher saß die Presse bei Konzerten „mit in der ersten Reihe.“ Zwei , drei Meter weiter saß eine Dame mittleren Alters im langen blauen Abendkleid, die einen großen „Schminkkoffer“ bei sich trug. Sie ließ uns reinschauen und vom Schminkutensilien konnte nicht die Rede sein, aber von kleinen Geschenken für ihren Udo. Sie hatte dann später auch noch das Glück den „fliegenden weißen Bademantel“ am Konzertende greifen zu können. Übrigens: Vergessen kann man auch diese Dame nicht, denn ihr Parfüm hätte ausgereicht die komplette erste Reihe damit zu versorgen, rund 40-50 Besucher. Ihr voraus eilte keine Alkoholfahne, jedoch eine nicht zu leugnende Parfümfahne. (mb)

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