Und Frieden auf Erden, die guten Willens sind

Oder den Frust von der Seele schreiben

Johnson
Bush

oedt/abs. Ein Jahr geht zu Ende und lässt uns eigentlich ratlos zurück. Kaum ein Land auf der Welt, in dem es nicht kriselt. Fast 60 Millionen Menschen auf der Flucht vor Hunger, Folter oder Tod. Kriegsherde wohin man sieht und „zivilisierte Staaten“ rasseln unüberhörbar mit ihren Säbeln an fremde Territorien. Täglich erreichen uns Nachrichten von Terroranschlägen und die Verrohung der Menschen, verändert die Gesellschaft unaufhörlich. In der sogenannten Dritten Welt nimmt seit Jahren die Armut ab und in den Ländern der westlichen Staaten, nimmt sie rapide zu. Unsere Umwelt, durch die wir Leben, steht kurz vor einem Kollaps. Das Artensterben in Flora und Fauna beschleunigt sich unaufhörlich und Wetterkapriolen bringen Zerstörung, Armut, Verderben und Tot.

Cäsar

Zu alle dem finden wir keine Alternativen sondern reden, reden und reden. Dabei wird uns seltenst bewusst, dass wir eine „Weltperspektive“ mit aller uns zur Verfügung stehender Kraft entwickeln müssen. Der Einzelne Mensch ist nichts ohne den anderen Menschen. Keine Nation ist lebensfähig, ohne andere Nationen. Unsere einzige Welt auf der wir leben, ist eine Einheit und Alles betrifft alle und schlägt Wellen zu jeder Nation, zu jedem Menschen zu unserer aller Natur. Im Grunde sind wir gefangen in einem Netz der Beziehungen, aus der wir uns freistrampeln wollen durch Krieg, Abschottung und Extremismus. Anstatt eine gerechte Gesellschaft zu entwickeln, setzen wir auf Gewalt, Unterdrückung und Krieg.

Kaiser Karl der Große

Den Frieden, den wir möchten, herbei sehnen und den wir propagandieren, versuchen wir, unter dem Motto, der Zweck heiligt die Mittel, mit Gewalt und Krieg herbeizu- führen. Dabei geben wir Billionen Dollar für eine Kriegsmaschinerie aus, mit dessen Summe wir das Paradies auf Erden schaffen könnten. Aber wir entwickeln immer fürchterlichere Waffen und stehlen uns die Zeit darüber nachzudenken, wie wir eine friedliche und gerechte Gesellschaft aufbauen können. Der Frieden bleibt solange unerreichbar, bis wir begreifen, dass Gewalt in jeder Form uns keinen Schritt weiter bringt, sondern uns auf den Status der Neandertaler zurück wirft. Dabei könnte die gebündelte Kapazität derjenigen, die Kriegsmaterial entwickeln, für eine Welt eingesetzt werden, auf der es sich zu leben lohnt.

Alexander der Große

Die Geschichte der Menschheit besteht aus Unterdrückung, Krieg und Tod. Die Eroberer und Führer, die wir heute so gerne Zitieren und zum Teil verehren, hatten zwar alle den Nationalen Frieden vor Augen, aber mit welchen Mitteln und mit welchem Resultat? Milliarden Tote und Verletze. Waisen und Witwen. Kinder die keine Kindheit haben durften und die Zerstörung ganzer Städte und Länder. Der Zweck heiligt die Brutalität.

Napoleon Bonaparte
Stalin
Hitler

Mit destruktive Mittel erreicht niemand ein konstruktives Ergebnis. Gewalt erzeugt bekanntlich Gewalt, verhärtet bestehenden Fronten und ist der Auslöser für neue Fronten, für neue kriegerische Auseinandersetzungen. Für neue Tote, Krüppel, Witwen und Waise. Für neue Trümmern und Zerstörung in ungeahnter Größe. Und so lange wir das nicht begreifen, wird Krieg mit aller Brutalität geführt und Menschen sterben massenhaft für diejenigen, die an und von diesen Kriegen profitieren. Ebenso die heutigen Machthabern, die angeblich Frieden und Demokratie bringen wollen. In Wirklichkeit geht es ihnen nur um Ressourcen die man ausbeuten kann und somit ein mehr an Macht für Regierung und Konzerne. Die einen spiegelten uns Gott für ihre Gier und dem Morden vor, die anderen, die angebliche Demokratie, die sie bringen wollen, um angebliche Menschenrechte einzufordern. Dann gibt es noch die, die die Unwissenheit und Ängste von Bevölkerungsgruppen ausspielen, um das Rad der Zeit zu einem Nationalismus zurück zudrehen.

Mao

Und die etablierten Parteien mit ihren „Volks“-Vertreter? Sie sind so aufgeweicht und verwaschen, dass man sie nur noch an ihrem Kürzel unterscheiden kann. Das Ergebnis kennen wir: Wahl- und Politikverdrossenheit, Stärkung extremer Gruppierungen und Unglaubwürdigkeit der politischen Elite.

Und so wünsche ich meinen Lesern ein glückliches neues Jahr 2017.

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