Grefrath ist gut aufgestellt
1. Engagement in der Gemeinde
Die Gemeinde Grefrath zeigt eindrucksvoll, wie bürgerschaftliches Engagement und professionelle Verwaltung Hand in Hand arbeiten können. Viele Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung, um sich über aktuelle Projekte zu informieren und aktiv zu beteiligen.
Bürgermeister Manfred Lommetz, der das Thema Flüchtlinge zur Chefsache gemacht hat, wurde von Eckhard Klausmann vorgestellt. Zusammen mit vielen ehrenamtlich tätigen Einwohnerinnen und Einwohnern haben sie in kurzer Zeit ein bemerkenswertes Hilfsnetz aufgebaut.
Von der Unterstützung traumatisierter Menschen bis zur Integration in Sportvereine, von Begleitservice zu Behörden und Ärzten über Deutschkurse bis hin zu Kinderspielen für Kinder der neuen Mitbewohner: Das Engagement deckt alle Bereiche des täglichen Lebens ab, die für Geflüchtete noch neu und fremd sind.
2. Kapazität und Unterbringung
Obwohl die Gemeinde bereits 90 % der Zuweisungen von Flüchtlingen erreicht hat, mussten weder Turnhallen noch Schulen als Unterkünfte genutzt werden. Es besteht weiterhin Luft nach oben, wie Sozialamtsleiter Volkmar Josten berichtete.
Aktuell leben rund 282 Menschen, die vor Not, Tod und Gewalt geflüchtet sind, in Grefrath. Das entspricht weniger als 2 % der Gesamtbevölkerung.
3. Wohnungsbau und Infrastruktur
Die Unterkunft „Am Reinersbach“ ist sanierungsbedürftig, da die Gebäude seit Jahren marode sind. Politische Verzögerungen verhinderten bisher Neubauten. Nun gibt es jedoch Fortschritte: bezahlbarer Wohnungsbau kommt in Bewegung und auch neue Gewerbestandorte werden angeboten. Dies ist sowohl für die Bewohner als auch für den Gemeindehauhalt eine positive Entwicklung.
4. Umgang mit Rassismus
Während der Veranstaltung trat ein Teilnehmer mit hetzerischen Kommentaren gegenüber Deutschen Frauen auf, die aus seiner Sicht Angst haben. Das Podium reagierte souverän, ebenso wie die Zuhörerinnen und Zuhörer. An einem Tisch äußerte jemand lautstark:
„Solche rassistischen Äußerungen sind unwürdig und kaum zu ertragen.“
Dieses Statement unterstreicht die klare Haltung der Gemeinde gegen Diskriminierung und für ein respektvolles Miteinander.
5. Fazit
Grefrath ist ein Vorbild für kleine Kommunen: Integration, Ehrenamt und kommunale Planung werden konsequent umgesetzt. Die Kombination aus bürgerschaftlichem Engagement, aktiver Verwaltung und zukunftsorientierter Wohnungsbaupolitik zeigt, dass selbst kleinere Gemeinden gut aufgestellt sein können, um die Herausforderungen unserer Zeit zu meistern.
Fußnoten / Quellen
<sup>[1]</sup> Gemeinde Grefrath, Sozialamt, Bericht zur Unterbringung von Geflüchteten, 2016.
<sup>[2]</sup> Lokale Medienberichte: Standpunkt Grefrath, 29. Januar 2016.Mehr Information der Gemeinde Grefrath unter:
