Unser Wasser – das wertvollste Gut der Menschheit

Oedt (abs) Vor ein paar Wochen schrieb ich über den Gülletourismus im unmittelbaren Grenzbereich. Dort stand zu lesen, dass wir in Deutschland rund 80 % der niederländischen Gülle auf unsere Felder und Wiesen verstreuen, so dass unser Grundwasser über kurz oder lang mit Nitrit und Nitrat verseucht sein wird und Trinkwasser auch für uns irgendwann kaum noch bezahlbar und im schlimmsten Falle nicht mehr trinkbar sein wird. In vielen Regionen nimmt die Nitratbelastung schon gesundheitsgefährdende Ausmaße an, besonders für Säuglinge, Kleinkinder und ältere Menschen.

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Unverantwortlich

In diesem Zusammenhang möchte ich auch noch einmal auf die geplante Schweinezuchtfabrik im Kreis Viersen erinnern. 2500 Schweine beschleunigen auch den Zeitpunkt, wann Nitrite und Nitrate unser Grundwasser erreichen werden. Auch vor dem Hintergrund, das so eine Anlage ein Herd für Krankheiten der Tiere ist und dadurch Antibiotika unverhältnismäßig viel und oft verabreicht werden muss und sich so im Boden durch die Gülle, oder durch den Verzehr von Fleisch, sich auch im Menschen anreichert und ihn resistent gegen bestimmte Antibiotika macht.

 

Lobbyismus

Wer hat im Kreis Viersen und für den Kreis Viersen die Lobby bedient, eine Schweinemastanlage für 2200 Tiere zu genehmigen, in dem man einfach mit einem Federstrich ein Stück Land aus dem Landschaftsschutzgebiet heraus „rechnet“?
Und warum schweigt ein Landratskandidat (Dr. Andreas Coenen, CDU, Beruf Kreisdirektor, Jahrgang 1974, Wohnort Viersen) beharrlich dazu?

Wo bleibt die Verantwortung von Politik und Verwaltung für die Menschen am Niederrhein?

 

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Seit den 90iger Jahren wird über dieses Problem in Berlin „gesprochen“ und verschoben, bis es der Europäischen Union zu viel wurde und sie gegen der Bundesrepublik ein Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet hat, um Deutschland mit Millionenstrafen zu belegen, die mit jedem Tag wachsen, an dem das Trinkwasser nicht nach EU-Vorgaben geschützt wird.

Nach Einschätzung der Grünen-Umweltexpertin Bärbel Höhn soll sich die Bundesregierung klarmachen, wer diese Strafzahlungen zu leisten haben hat: „die Bundesregierung und niemand sonst“. Nur die verheerenden Auswirkungen haben wir Menschen und unsere Nachkommen zu tragen. Wir stehen in der Verantwortung.

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